R2D2 – Woche 3: Was für ein Spaß (Ironie)

21. Januar 2019 0 Von metagamer

Drei Wochen ist es nun her, dass ich mit Dota 2 begonnen habe und um ehrlich zu sein, halten sich meine Erfolge in Grenzen. Für mich als Optimisten ist das Ganze halb so wild. Ich meine, es ist klar, dass sich meine Erfolge über kurz oder lang mehren werden. Es mag vielleicht noch eine Weile dauern, allerdings habe ich mittlerweile einige Barrieren ausgemacht, die es zu überwinden gibt.

Und plötzlich bin ich tot

Was mich aktuell am meisten frustriert (neben der Tatsache, dass ich meist das niedrigste Level habe, kaum last-hits lande und keinen produktiven Beitrag für mein Team leiste), sind Situationen in denen ich plötzlich sterbe. Und das liegt nicht unbedingt daran, dass plötzlich vier Gegner auf meiner Lane stehen. Das kommt zwar auch vor, vielmehr läuft die Situation allerdings so ab, dass ich mich Frage was mich da überhaupt getötet hat und welcher Held solche Attacken drauf kann.

In meinen ersten Spielen bin ich innerhalb der ersten Minuten gestorben, weil ich eine volle Spin-Attacke von Juggernaut mitgenommen habe und ich es nicht schaffte aus dieser heraus zu kommen. In folgenden Games habe ich gemerkt, dass Oracle einer der nervigsten Charaktere im Spiel sein muss. Mir persönlich erscheint er tatsächlich etwas overpowered, wobei mir vermutlich erfahrene Spieler*innen widersprechen werden. Ich finde es allerdings merkwürdig, dass er so oft rooten kann und es nicht einmal ein Skillshot ist. Einmal gecasted sehe ich diese Kugel, die meinen Sicheren Tod bedeutet, langsam auf mich zukommen und es gibt nichts, was ich dagegen tun kann.

In Heroes of the Storm war das anders

Die zweite große Barriere, die ich ausgemacht habe sind meine Erfahrungen aus HotS. Obwohl man annehmen könnte, dass ich dadurch begünstigt sei, bestimmte MOBA-Kenntnisse übertragen zu können, fühle ich mich, als würden diese mich ständig bremsen.

Zu Beginn hat es mich komplett abgefucked nicht mounten zu können und für jede längere Strecke ewig lange zu brauchen. Die Map ist gigantisch! Da sollte man sich schon etwas zügiger darauf bewegen können. Die Möglichkeit mich in der ersten Minute mit einer einzigen Fähigkeit zu töten hätte es in HotS auch niemals gegeben und so stürze ich mich immer wieder naiv in den Tod. Hinzu kommen die ewig langen Queue-Times. Zu Beginn ziehe ich es vor gegen Bots zu spielen, um mich mit den Helden und ihren Fähigkeiten vertraut zu machen und meinen Teamkameraden durch meine eigene Unfähigkeit keinen Frust zu bereiten. Stattdessen dauert es in der Regel über 20 Minuten bis sich mal 5 Spieler für solch eine Runde finden. HotS hat dagegen erstaunlich viele Spieler*innen, die es lieben, gegen den Computer anzutreten (was nicht unbedingt für HotS spricht).

Spiele ich stattdessen All Pick gegen andere Spieler, kommt es nicht selten vor, dass Spieler das Game verlassen und die ganze Sache nach drei Minuten abgebrochen wird. Ich habe das Gefühl, dass HotS wie die Ex-Freundin ist, die einem nach langjähriger Beziehung das Herz brach. Man findet jemand neues und statt die neue Persönlichkeit zu akzeptieren, sehnt man sich nach der Vergangenheit. Es folgen Momente, in denen man beginnt zu vergleichen und natürlich schadet es mehr, als dass es wirklich hilft.

Kurze Bilanz

Das Training geht weiter – keine Frage! Während ich das erste Problem einfach dadurch behebe, indem ich mich weiter in Kämpfe stürze und alle Helden*innen nach und nach kennenlerne, wird es beim Zweiten schon etwas schwieriger. Hier hilft nur eine saubere Trennung. Auch wenn Dota 2 und HotS beides MOBAs sind, lassen diese sich absolut nicht miteinander vergleichen. Ich werde auch großen Abstand davon nehmen, zu behaupten, dass Eines besser sei als das Andere. Es sind zwei unterschiedliche Spiele, die zwar viele Parallelen aufweisen (gerade im Charakter und Fähigkeiten-Design), doch davon sollte ich mich keinesfalls täuschen lassen. Stattdessen werde ich mich von nun an voll und ganz auf Dota 2 konzentrieren und versuchen, all meine bisherigen Erfahrungen zu vergessen.

Mein kurzfristiges Ziel mit Windranger drei Kills zu machen und dabei möglichst wenig zu sterben, habe ich bisher noch nicht erfüllen können. Ich werde weiter daran arbeiten und mal sehen, wie gut es die kommende Woche so läuft.