R2D2 – Woche 2: Willkommen im  Land der Schlümpfe

14. Januar 2019 0 Von metagamer

Eine gute Nachricht vorweg — mein PC läuft wieder. Doch leider haben die Verbindungsabbrüche der letzten Woche für einige Reports gesorgt. Ich darf mich also mit der Low-Priority vertraut machen… Low-Priority kann man sich ungefähr wie den Elefantenfriedhof in König der Löwen vorstellen. Niemals möchte ich an diesen grauenhaften Ort zurück.  

An der Stelle möchte ich allerdings anmerken, dass ich durchaus Verständnis dafür habe, dass Spieler, die laufende Games verlassen, bestraft werden. Man versaut seinem Team damit nicht nur die Chancen auf einen Sieg, sondern nimmt auch allen anderen den Spielspaß. Aber die Strafe in Dota 2 ist hart. Sehr hart sogar. Zumal ich für meine ersten Games einen Modus gewählt habe, in dem ich mit anderen anderen Spielern gegen Bots antrat. Dieser Modus wird mir nun verweigert, bis ich ein Low-Priority-Spiel gewonnen habe.

Zur Strafe 4 vs 5 gewinnen

Das heißt, ich muss nicht nur gegen echte Spieler antreten, die zwangsweise erfahrener sind als ich, sondern auch noch gegen sie gewinnen. Das allein klingt schon ziemlich heftig, dafür, dass ich ein Bot-Spiel verlassen habe. Zumal ich meinem Team keine große Hilfe sein werde und versuchen muss nicht allzu viel zu feeden. Naja immerhin kann ich ja Clockwerk spielen… Falsch gedacht! Von den 112 Helden, die es aktuell gibt, von denen ich erst einen etwas kennengelernt habe, darf ich nur zwischen drei zufällig generierten Charakteren wählen. Ich fühle mich absolut hintergangen. Wie schwer kann man es denn jemandem machen?! 

Kommunikation im Team ist alles

Für mein erstes Low-Priority-Spiel fällt meine Entscheidung aus lauter Verzweiflung und einer “was solls, ich kenn die eh alle nicht”-Haltung auf Enigma. Spielbeginn: Während meine Teamkameraden sich über Voicechat auf russisch unterhalten, laufe ich irritiert im Kreis herum und suche meine Lane. Das Sammeln von last-hits an sich, fällt mir mittlerweile leichter, allerdings merke ich auch, dass die Übung mit jedem Helden von vorn beginnt, da jeder unterschiedlich viel Schaden macht. Immerhin sterbe ich am Anfang nicht so viel, wie ich es erwartet hätte.

Das gesamte gegnerische Team disconnected derweil und plötzlich scheint alles doch einfacher, als gedacht. Ich meine, wie schwer kann es sein gegen ein paar Bots zu gewinnen? Ein geschenkter Sieg also. Haha, falsch gedacht. Zwei der gegnerischen Spieler kommen zurück und fangen an uns gnadenlos zu zerschmettern. Dass meine russischen Teamkameraden ihre Wutausbrüchen auch auf mich richten, erkenne ich nur daran, dass der Name Enigma fällt. Das Spiel endet schließlich in einer brutalen Niederlage. Ich kann mir immer noch nicht erklären, wie zwei Leute allein ein ganzes Team ausschalten konnten.

Vielseitigkeit der Dota-Community

Über ein Dota 2 Forum habe ich den Kontakt zu anderen Spielern gesucht, die bereit sind mir etwas unter die Arme zu greifen und mir die ein oder andere Mechanik zu erklären. Beispielsweise habe ich gelernt, wie man sich teleportiert. Für mich eine wahnsinnig große Hilfe . Nach zwei weiteren Low-Priority-Spielen, bei denen ich mich jedoch zwei erfahrenen Spielern anschließen durfte, kam ich schließlich zu meinem hart erkämpften Sieg. Einen Tipp, den ich außerdem erhalten habe, war, dass ich mich auf 2 – 3 Helden konzentrieren sollte, statt auf einen einzelnen. Es macht natürlich durchaus Sinn und so werde ist Windranger in mein Roster aufnehmen. Sie scheint genau meinem favorisierten Spielstil zu entsprechen: Nerven und abhauen.

Mein kurzfristiges Ziel habe ich in den ersten Games zumindest bereits erreichen können. Ich habe nicht das geringste Level und auch mehr last-hits als manch anderer hinbekommen. Für mein nächstes Ziel nehme ich mir vor drei Kills zu machen und dabei so wenig wie möglich zu sterben. Von nun an, wird also mit scharfer Munition geschossen!